Thunfisch "im eigenen Saft": Was bedeutet das eigentlich?

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Konservendosen 

Thunfisch
Thunfisch im "eigenen Saft"
© Getty Images
Fisch in Konservendosen zu kaufen, ist eine nachhaltige Kaufentscheidung. Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen Dosenfisch "in Öl" und "im eigenen Saft"? Wir klären auf.

Es gibt kaum was Nachhaltigeres als Fisch in Konservendosen zu kaufen. Außer ihn natürlich frisch vor Ort zu essen. Denn im Idealfall wird der Fisch dann gefangen, wenn er Saison hat und unverzüglich haltbar gemacht und verpackt. 

 

Normalerweise schwimmt Dosenfisch in Öl: Thunfisch, Sardinen, Anchovies, Hering oder Makrele. Was bedeutet es aber, wenn es heißt "im eigenen Saft"? Thunfischfleisch beispielsweise enthält kaum eigene Flüssigkeit. Deshalb wird in Konserven immer etwas Wasser dazugegeben. Für eine lange Haltbarkeit  müssen Konserven luftdicht verschlossen und sterilisiert werden. Das gelingt, wenn man den Fisch in Dosen auf über 100 Grad Celsius erhitzt.

 

Mehr Aroma und weniger Kalorien

"Ohne das Wasser würde der Fisch in der Dose austrocknen“, sagt Sabine Hülsmann, Lebensmittelexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern. Die Angabe "in eigenem Saft" ist gleichbedeutend mit den Angaben "in Wasser" oder "in Aufguss". Außerdem enthält diese Variante deutlich weniger Kalorien als "Thunfisch in Öl", bei dem Sonnenblumenöl oder Olivenöl zugegeben wird. Dosenthunfisch verliert während der Herstellung seine rote Farbe. Die wertvollen Omega-3-Fettsäuren gehen durch das Verpacken in Dosen aber nicht verloren. Auch beim Herstellungsprozess bleiben sie weitgehend erhalten.

Hinzukommt: Dosenfisch im "eigenen Saft" behält seinen Eigengeschmack und wird nicht vom Ölgeschmack überlagert. Wer noch mehr Aroma möchte, kann den Fisch in der Dose reifen lassen. Nachhaltig ist Dosenfisch außerdem im Transport: Er lässt sich gut stapeln und muss nicht gekühlt werden. So erübrigen sich Energiekosten.

 
 
 

Achten Sie auf Siegel und Zertifizierungen

Dosenfisch ist natürlich nicht gleich Dosenfisch. Beim Kauf sollte man auf das Logo mit dem kleinen blauen Fisch vom Marine Stewardship Council (MSC) achten. MSC-zertifizierte Fischereien dürfen nur so viel Fisch fangen, dass der Fischbestand nicht beeinträchtigt wird. Zudem müssen sie umweltverträgliche Fangmethoden einsetzen. Die ASC- Zertifizierung gilt für Speisefisch aus Aquakulturen, die eine verantwortungsvolle Haltung der Fische in der Aufzucht gewährleistet. ASC steht für Aquaculture Stewardship Council. 

 

Source: https://www.stern.de/genuss/essen/thunfisch--im-eigenen-saft---was-bedeutet-das-eigentlich--31812588.html